FluX.Lab

Future Learning User Experience Lab

Grundkonzept: Entwicklung von Unterrichtskonzepten in Seminaren und Erprobung in der Schulpraxis

Das im Rahmen des Projektes Pro Media Primar 3P (gefördert von der Deutschen Telekom Stiftung) entstandene FluX.Lab an der Klösterleschule Schwäbisch Gmünd bietet Studierenden, Lehrenden und Dozierenden die Möglichkeit innovative Lehr-Lernkonzepte im Hinblick auf Digitale Bildung in der Grundschule zu entwickeln und zu erproben. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf der Entwicklung von zukunftsorientierten Lernkonzepten (Future Learning), andererseits auch in der systematischen Erfassung der Nutzer_innenperspektive im Rahmen der Unterrichtserfahrung (User eXperience).

Ziel 1 ist die Förderung der Kompetenzen von Lehramtsstudierenden zur Innovation von Grundschulunterricht durch den Erwerb von Future Learning User Experiences bei der Umsetzung von Medienbildungskonzepten mit digitalen Medien. (Student Future Learning User Experiences)

Ziel 2 ist die Entwicklung von praxistauglichen Konzepten digitaler Bildung, welche auch von weniger technikaffinen Studierenden und (angehenden) Lehrkräften niederschwellig genutzt werden können. Ausgehend von empirischen Befunden (Sung et al 2016) sollte hierbei die Erprobung der Passgenauigkeit der Konzepte zum digitalen Lernen für die konkreten Unterrichtssituationen im Mittelpunkt stehen. Im Mittelpunkt stehen hier die Lernerfahrungen der Schülerinnen und Schüler (Future Learning User Experiences).

An der Klösterleschule wurde mit dem FluX.Lab ein Unterrichtsraum zur Erprobung digitaler Lernkonzepte geschaffen. Dieser Raum wurde nicht nur mit innovativen Technologien und einer flexiblen Möblierung ausgestattet, sondern fungiert auch als Videostudio zur Aufzeichnung von Unterrichtsprozessen. Im FluX.Lab können drei fernsteuerbare Kameras und bis zu sechs Mikrofone für die Unterrichtsaufzeichnung genutzt werden. Während die ferngesteuerte Videotechnologie eine Aufzeichnung ohne Beeinflussung des Unterrichtsgeschehens erlaubt, ermöglicht der danebenliegende Videoregieraum bereits erste Analysen der Forschungsleiter. Durch das Aufnahmeverfahren können im Anschluss die Geschehnisse des Unterrichts im Detail rekapituliert und reflektiert werden.

Die Stärke des FluX.Labs erweist sich insbesondere für die eingehende Analyse von Unterrichtssituationen, in denen nicht nur Lehrer-Schüler-Interaktionen, sondern auch die selbständige oder kooperative Auseinandersetzung der Kinder mit Lernstationen im Mittelpunkt steht. Das entwickelte Ausstattungsszenario mit den digitalen Möglichkeiten zur Aufzeichnungssteuerung und Koordination der Kameraperspektiven, sowie die vorhandene Ausstattung mit digitalen Lehrmitteln ermöglicht nicht nur technisch anspruchsvollere Unterrichtsszenarien, sondern ermöglicht zudem die Analyse von Unterrichtseinheiten. Im Sinne von konstruktivistischen/sozial-konstruktivistischen Lehr-Lern-Ansätzen wird mit dem FluX.Lab somit eine Umgebung zur Verfügung gestellt, bei denen sich die Untersuchungssituation nicht auf Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Lernenden beschränkt, sondern auch Interaktionen zwischen Lernenden oder Interaktionen von Lerngruppen mit Material erfasst werden können. Durch den Einsatz sogenannter Kamera-Makros ist es dabei auch möglich,  fließende Wechsel zwischen Plenums-, Partner- und Gruppenphasen zu erfassen.

Für Rückfragen steht das Team des Zentrums für Medienbildung gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Irion

Die Videotechnik wird neben der Analyse von Unterrichtsanalyse auch für die Aufzeichnung von Best-Practice-Beispielen genutzt, die über Webinar und Open Resource Plattformen distribuiert werden.  Diese können wiederum genutzt werden, um sowohl Lehrenden Input in kurzen Workshops zu geben, aber auch, um die Professionalisierung von Studierenden zu fördern. Erste Beispiele hierfür sind Tutorialvideos für Lehrpersonen und Grundschulkindern zur  Erstellung von „MUX-Books“ (Multimedia User eXperience Books) im Grundschulunterricht mit Hilfe der App Book-Creator.