NIK: Vier Gmünder Schulen starten ins NIK-Projekt
29.10.2026
Zentrum für Medienbildung

Regionales Auftakt-Event zum NIK-Camp (Nachrichten- und Informationskompetenz) der Robert Bosch Stiftung und #UseTheNews in der Gmünder Wissenswerkstatt EULE in Schwäbisch Gmünd am 8. Oktober 2026. Copyrights: SWR/Markus Palmer
Wie können junge Menschen lernen, Informationen kritisch einzuordnen, Medien selbst zu gestalten und sich eine fundierte Meinung zu bilden? Hier setzt das Projekt „NIK – Nachrichten-, Informations- und Kommunikationskompetenz stärken“ an. Die Robert Bosch Stiftung, die Initiative #UseTheNews und das Zentrum für Medienbildung (ZfM) der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd starten gemeinsam mit vier Gmünder Schulen in die praktische Umsetzung.
Aus den eingegangenen Bewerbungen hat die Robert Bosch Stiftung die Adalbert-Stifter-Realschule, das Hans-Baldung-Gymnasium, die Friedensschule Rehnenhof und die Mozartschule Hussenhofen als Pilotschulen ausgewählt. Überzeugt haben ihr Engagement, die beschriebenen Bedarfe und ihre Ideen zur Förderung von NIK. Die unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen eröffnen die Möglichkeit, Erfahrungen mit verschiedenen Bedingungen der Umsetzung zu sammeln.
Medienbildung und Demokratiebildung im Schulalltag stärken
Im Mittelpunkt steht die aktive Medienarbeit: Schüler:innen sollen eigene Beiträge gestalten und dabei lernen, Informationen zu prüfen, unterschiedliche Perspektiven zu erkennen und mediale Darstellungen zu reflektieren. Die Schulen entwickeln dafür Projekte, die an die Lebenswelt der jungen Menschen anknüpfen und zu ihren schulischen Bedingungen passen. Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte, Schulentwicklungsbegleitung und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern unterstützen die Umsetzung.
Die Projektpartner bringen dafür unterschiedliche Perspektiven zusammen: Die Robert Bosch Stiftung fördert das Vorhaben, #UseTheNews bringt Erfahrungen mit Informations- und Bildungsangeboten für junge Menschen ein. Das ZfM verbindet die regionale Koordination mit der wissenschaftlichen Begleitung. Gemeinsam wird erprobt, wie aktive Medienarbeit und Demokratiebildung an die Lebenswelt junger Menschen anknüpfen und dauerhaft in schulischen Lernprozessen verankert werden kann.
Die wissenschaftliche Begleitung ist als formative Begleitforschung angelegt. Zum Forschungsteam der PH Schwäbisch Gmünd gehören unter anderem Prof. Dr. Thomas Irion, Prof. Dr. Anja Kürzinger, Junprof. Dr. Taha Kuzu, Mathias Nagl und Carina Ziegler. Die Umsetzung wird fortlaufend dokumentiert und reflektiert, sodass Erkenntnisse in die laufende Weiterentwicklung einfließen können. Zugleich werden Voraussetzungen und Gelingensbedingungen für den Aufbau weiterer Modellregionen in Baden-Württemberg herausgearbeitet. So verbindet das Projekt schulische Praxis, Forschung und regionalen Transfer.
Wir freuen uns darauf, die vier Schulen beim Start in die Praxisphase zu begleiten und gemeinsam mit ihnen und den regionalen Partnern Medienbildung und Demokratiebildung vor Ort zu stärken.

